Diaschau im Supermarkt?

Bei unserem Cebit-Rundgang entdeckte ich auch den Stand von Wincor-Nixdorf, welchen Torben und ich auch schon letztes Jahr besucht hatten.
Wincor-Nixdorf entwickelt unter anderem Handelssysteme, worunter Kassen, Bezahlterminals, aber auch Displaysysteme zur Werbeanzeige im Handel gehören.

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Ich war neugierig, was in diesem Jahr präsentiert wird und so betraten wir den Messestand. Hier trafen wir Herrn Klaus Peter Röhl, welcher bei Wincor-Nixdorf der Ansprechpartner für den Einzelhandel (Retail) ist. In einer persönlichen Führung zeigte uns Herr Röhl, wie in Zukunft das Einkaufen aussehen könnte (und auch meiner persönlichen Ansicht nach mittelfristig aussehen wird).
Wirft man einen ersten Blick auf das Einkaufsregal der Zukunft, so fällt einem auf den ersten Blick keine wirkliche Neuerung auf. Doch der Schein trügt, denn hier entdeckt man allerlei technische Raffinessen. Die Etiketten sind in diesem Regal digitalisiert worden. Der große Vorteil für den Handel ist, dass diese Displays via Funk geändert und programmiert werden können. Hiervon profitiert auch der Kunde, gehören doch veraltete Preisangaben (z. B. durch Sonderaktionen) der Vergangenheit an.
Hinter der obersten Regalebene verbirgt sich eine weitere interessante Neuerung: Künftig werden starre Aktionsplakate mit Werbung für Produkte der Vergangenheit angehören, stattdessen werden TFT’s oder LCD’s (bei größeren Formaten) die Aufgabe der Plakate übernehmen. Die Bildschirmanzeige wird via Funk gesteuert (zwischen den beiden Displays befindet sich die Sendeeinheit mit 2 Antennen) und die Animationen werden flüssig wiedergegeben.
Als kleine Demonstration zeigte uns Herr Röhl das Softwaresystem, mit welchem alle Displays (Preisschilder, TFT’s und LCD’s) sehr einfach programmiert werden können. Er erstellte für uns ein Produkt „Leibniz-Gymnasium“ und ordnete dieses der Diaschau des rechten TFT’s im Regal zu:

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Für den Kunden und/oder den Verkaufsberater gibt es einen PSA (=Personal Shopping Assistant), welcher modern aussieht, sehr handlich ist und über einen großen Touchscreen sowie integriertem Laser-Strichkartenleser verfügt. Mit diesem Gerät kann der Verkaufsberater einem etwa Rabatte einräumen oder aber der Kunde kann weitere Informationen über ein Produkt abrufen.
Zu Beginn eines Einkaufs wird der PSA durch Scannen der Kundenkarte (auf diese ist ein Strichcode aufgedruckt) auf den Einkäufer eingestellt und ein „virtueller“ Einkaufswagen erstellt. Legt man jetzt Produkte in den Einkaufskorb, kann man sie gleich am PSA einscannen, welcher praktisch in einer Halterung am Einkaufswagen angebracht ist. In einer Liste werden die eingekauften Produkte angezeigt.

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Nach dem Einkaufen zahlt man auf einfache Weise, indem man bei dem PSA auf Einkauf beenden klickt und am Bezahlterminal seine Kundenkarte einscannt. Auf einem Monitor wird noch einmal der Inhalt des Einkaufswagens angezeigt und es stehen verschiedene Zahlungsarten zur Auswahl.

Für den Einkäufer sehr praktisch ist auch die Münzeingabe. Viele kennen sicherlich den nervigen Münzeinwurf z. B. im Parkhaus. Hier müssen alle Münzen nacheinander einzeln eingeworfen werden. Das Zahlterminal verfügt hier über eine Art Geldförderband, auf das man einfach das Kleingeld legt.
Nachdem die Münzen und Scheine eingezogen sind, berechnet das Terminal das Wechselgeld und wirft dieses aus. Außerdem wird ein Bon gedruckt, auf dem zum einen die gekauften Waren gelistet sind, aber zum anderen auch ein Strichcode aufgedruckt ist, mit welchem die Ausgangstür geöffnet werden kann.

Links:
Weitere Infos findet ihr unter
http://www.wincor-nixdorf.com/internet/de/Products/Storeautomation/index.html

Unter der Adresse
http://www.future-store.org/servlet/PB/menu/1007084/index.html
könnt ihr euch in mehreren Animationsfilmen anschauen, was sonst noch alles im Future Store möglich sein wird. Die METRO Group Future Store Initiative ist eine Initiative, die die Entwicklungen diverser Unternehmen (unter anderem Wincor Nixdorf) zu dem Supermarkt der Zukunft bündelt.

Tim-Benjamin Lembcke für myLeibniz.de

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