Neue Informationen zum Bombenbauer von Schwartau

Hinweis: Am Ende dieses Artikels kann ein Video angesehen werden.
Heute gab es erneut ein Bericht beim NDR über den Bombenfund in der Waldstraße in Bad Schwartau. In dieser Reportage wird unter anderem der Sprecher des LKAs zu der Häufigkeit und auch zur Gefahr dieser Fälle befragt, die immer häufiger in Deutschland auftreten. Außerdem können wir dort eine Mitschülerin des Bombenbauers hören und sehen, die ihn als “Computerfreak” und guten Schüler in den Naturwissenschaften schildert.
Solche Fälle sind leider immer öfter die Aufgabe des Munitionsmittelräumdienstes und können, wie in dem Beitrag gezeigt, besonders gefährlich werden. Die dazugehörigen Materialien sind einzeln jederzeit auf dem freien Markt zugänglich. Ob nun im Gartenbedarf, Apotheke, Drogerie oder Internetversandhaus, jeder mit ein wenig Chemiekenntnissen oder auch der richtigen Anleitung aus dem Internet kann hochexplosive Stoffe herstellen, die dann nicht nur zur eigenen Gefährdung führen, sondern auch zur Gefahr für andere Mitmenschen werden.

Was ich mich schon die ganze Zeit Frage ist nun, wann wird endlich der Chemieunterricht verboten an Schulen, der im Prinzip die Grundlagen zur Herstellung dieser hochexplosiven Sprengstoffe vermittelt? Und wollen wir nicht auch endlich den Verkauf und Besitz von Chemiebaukästen verbieten? Und was ist mit den Düngemitteln, den Drogerien, den Apotheken? Sollten solche Gewerbe vielleicht nicht auch schleunigst schließen, oder sollte ihnen die Lizenz zum Vertrieb und zur Herstellung von Chemikalien die im Nachhinein evtl. als Sprengstoffmaterialien dienen könnten entzogen werden?

Oder suchen sich die Herren aus der Politik wieder irgendein Killerspiel als Sündenbock oder erzählen gar von missratenen Kindern, die einfach falsch erzogen wurden? Ich warte dort auf die ersten Reaktionen der Politiker darauf, vielleicht verbieten wir einfach noch nen paar mehr Experimente im Chemieunterricht, dann findet dieser bald zu 99,9% Theoretisch statt und noch weniger Schüler haben einen Reiz dieses Fach zu belegen, bzw. während des Chemieunterrichts mitzuarbeiten.

Dennoch bitte ich alle diejenigen, die doch, ob durch Zufall oder mit Absicht, etwas im Chemieunterricht gelernt oder gar ein paar Bombenbastel Anleitungen im Internet gelesen haben, von solchen Spiellereien abzusehen. Egal, ob ihr mit der Absicht spieltet, eine solche kleine Bombe zu bauen, sei es nun als Silvesterböller oder einfach aus Neugier, was diese kleine Menge anrichten kann, lasst es sein! Nicht zuletzt schon wegen der enormen finanziellen Auswirkungen und dem Verkehrschaos, das ein solch umfangreicher Polizeieinsatz wie der gestrige verursachen kann. Vielleicht sucht ihr Sprengstoffexperten von Morgen einfach nach der Schule einen Ausbildungsplatz oder ein Studium in Sachen Pyrotechnik oder in der Rüstungs- bzw. Chemieindustrie, dort könnt ihr dann eure Kenntnisse der Chemie und euer Interesse an allem was “pengt”, “pufft” und “knallt” ausleben und damit sogar noch Geld verdienen, ohne direkt anderen zu Schaden.

Das zweite Video von gestern ist im vorherigen Beitrag zu finden.
(http://video.google.com/videoplay?docid=-3136329254324334375)

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9 Kommentare»

  1. PyroOnkel

    16. Februar 2007 | 18:25 Uhr

    Pyrotechnik ist kein Ausbildungsberuf.

  2. lps

    16. Februar 2007 | 18:33 Uhr

    hrm was ist es den das kann man doch irgendwie werden oder?

  3. tbw

    16. Februar 2007 | 20:25 Uhr

    musste studieren^^

  4. tbl

    16. Februar 2007 | 22:49 Uhr

    Gemäß dem Arbeitsamt ist der Beruf des Pyrotechnikers / der Pyrotechnikerin ein Anlernberuf:
    “Pyrotechniker/in ist ein Anlernberuf. Für die Berechtigung zur öffentlichen oder gewerblichen Durchführung von Feuerwerken benötigt man einen Befähigungsschein. Diesen erhält man durch die erfolgreiche Teilnahme an einem staatlich anerkannten Lehrgang.” (Quelle: http://infobub.arbeitsagentur.de/berufe/start?dest=profession&prof-id=14512 )

    Weder von einer Ausbildung noch von einem Studium ist die Rede.

    Wikipedia sieht das ähnlich: http://de.wikipedia.org/wiki/Pyrotechniker

  5. XUnwichtig

    17. Februar 2007 | 20:15 Uhr

    “vielleicht verbieten wir einfach noch nen paar mehr Experimente im Chemieunterricht, dann findet dieser bald zu 99,9% Theoretisch statt und noch weniger Schüler haben einen Reiz dieses Fach zu belegen, bzw. während des Chemieunterrichts mitzuarbeiten.”

    Tja … Teilweise soll sogar im unterricht, genau solche Stoffe, nicht nur Theoretisch besprochen, sondern auch gleich Hergestellt und Vorgeführt werden. … Da frag ich mich doch, was die Chemielehrer für nen IQ haben, zumal das in den Nachrichten ziemlich public gemacht wird, das es ein Problem ist!!

  6. PyroOnkel

    17. Februar 2007 | 20:48 Uhr

    Sehr Informativ zum Pyrotechniker und dem PYrotechniker werden:
    http://infos.feuerwerk.net/?url=_infos_2.htm

  7. lps

    18. Februar 2007 | 14:52 Uhr

    Also ich weiß nur das vor ca. 20 Jahren bei uns an der Schule eine “Raketen AG” existierte die Raketentreibstoff herstellte und Raketen baute, bis sone Rakete mal nen stück zu weit flog und die Tankstelle knapp verfehlte…

  8. tbl

    18. Februar 2007 | 23:01 Uhr

    Wobei ich mich da frage, ob damals noch eine Tankstelle existierte, die es heute nicht mehr gibt;-)

    Denn die einzige, die in direkter Nähe ist, ist die Avia-Tankstelle am Tremskamp. Und bis dahin ne Rakete zu schießen, hat schon Stil … (noch mehr, wenn die bis zur Shell-Tankstelle nach Bad Schwartau - Eutiner Ring geflogen wäre):-D

  9. lps

    19. Februar 2007 | 00:37 Uhr

    Nein da wo das Autohaus nun ist und davor der Baubedarfs laden da war, da war vor 20 jahren noch ne tankstelle;)

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